Worum geht’s?

Wer einen anerkannten Pflegegrad hat und zu Hause gepflegt wird, hat Anspruch auf monatliche Pflegehilfsmittel im Wert von 42 €. Das ist im §40 Absatz 2 SGB XI festgeschrieben — unabhängig davon, ob Sie bei der AOK, Barmer oder einer anderen Kasse versichert sind.

Trotzdem schöpfen laut Statistischem Bundesamt nur etwa 38 % der Berechtigten diesen Anspruch tatsächlich aus. Häufig, weil der Antrag zu kompliziert wirkt. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie es geht.

Wer hat Anspruch?

Drei Bedingungen müssen erfüllt sein:

  1. Anerkannter Pflegegrad (1 bis 5).
  2. Häusliche Pflege — also keine vollstationäre Pflege im Heim.
  3. Pflege durch Angehörige, Freunde oder Nachbarn (ehrenamtlich).

Stationäre Pflegeheime versorgen Bewohner ohnehin mit Hilfsmitteln, deshalb entfällt dort der Einzelanspruch.

So funktioniert der Antrag bei der AOK

Sie haben zwei Wege: direkt über das AOK-Portal — oder bequemer über einen zugelassenen Pflegebox-Anbieter, der die Antragstellung und Direktabrechnung mit der AOK übernimmt. Welche Anbieter das anbieten, sehen Sie in unserer AOK-Vergleichstabelle. pflegemittelbox.online ist dabei reiner redaktioneller Vergleich — wir füllen keine Anträge aus.

Egal welchen Weg Sie wählen, brauchen Sie diese Unterlagen:

  • Versichertenkarte / Versichertennummer
  • Bescheid über den Pflegegrad
  • Adresse für die Lieferung

Was ist in der Box?

Die monatliche Pflegebox enthält Verbrauchshilfsmittel — also Produkte, die regelmäßig nachgekauft werden müssen. Sie wählen aus über 60 Artikeln; die genaue Zusammenstellung können Sie monatlich anpassen.

Einmalhandschuhe (Latex / Vinyl)100 Stk
Bettschutzauflagen 60×9030 Stk
Flächendesinfektion500 ml
Händedesinfektion500 ml
Mundschutz Typ IIR50 Stk
Schutzschürzen50 Stk

Welcher Anbieter ist der richtige?

Es gibt mittlerweile über ein Dutzend Anbieter für Pflegeboxen. Auf den ersten Blick scheinen sie identisch — doch es gibt deutliche Unterschiede in Lieferzeit, Produktqualität und Service.

Wir haben die wichtigsten Anbieter verglichen — eine ausführliche Tabelle finden Sie auf der AOK-Vergleichsseite.

Diese Fehler sollten Sie vermeiden

  • Vorauszahlung leisten. Eine seriöse Pflegebox kostet Sie nichts — niemals.
  • Unflexible Verträge. Sie sollten monatlich anpassen oder kündigen können.
  • Nicht-zugelassene Produkte. Achten Sie auf die PG-Nummer (Pflegehilfsmittel-Verzeichnis).

Fazit

Der Antrag ist deutlich einfacher als gedacht — und 504 € pro Jahr sind nicht zu verachten. Wenn Sie die Box ohnehin brauchen, gibt es keinen Grund, den Anspruch verfallen zu lassen.